Volk und Fichte

mit Anne K.Müller, Philipp Sebastian, Harald Rutar, Radek Stawarz, Paul G.Ulrich

 Krimihörspiel mit Komissarin Eva Balsereit
 
 Im noblen Kölner Stadtteil Lindenthal wird in den frühen Morgenstunden eines nasskalten Dezembertages 2019 Marie Lazlò erstochen vor ihrem Haus aufgefunden. Auf dem Heimweg von der Probe mit ihrer Gipsyband muss die leidenschaftliche Hobbymusikerin ihrem Mörder begegnet sein, ihr schöner alter Schmuck und eine erhebliche Menge Bargeld fehlen, denn Frau Lazlò hat am späten Nachmittag nachweislich eine große Summe in bar abgehoben. Alles spricht für ein zufälliges Opfer, für Beschaffungskriminalität, die unbeabsichtigt tödlich endete, denn Marie Lazlò hat sich offenbar unerwartet, erbittert zur Wehr gesetzt. Kommissarin Eva Balsereit hat keine große Lust, sich diesen Raubüberfall mit Todesfolge auch noch aufzuhalsen, denn sie ist wie immer hoffnungslos überlastet. Sie ärgert sich schon lange, dass der Mordkommission ständig Arbeit anderer Ressorts angehängt wird mit der Begründung, es gäbe ja gar nicht genug Morde in der Stadt für soviele Beamte. Außerdem ist sie sauer auf ihren jungen Kollegen, der seit einiger Zeit vielleicht auch ihr Lebensgefährte ist. Oder wird. Oder war. Denn der hat augenscheinlich ein Auge auf die neue Anwärterin geworfen und glänzt nicht nur auf der Arbeit eher durch Abwesenheit– rächt sich hier etwa doch ein Altersunterscheid, den Komissarin Balsereit eigentlich im Grundsatz bestreitet? Seufzend, verkatert und widerborstig fädelt sich die Ermittlerin in einen Fall, der rasch viele Fragen aufwirft und immer unübersichtlicher wird. Wofür hat Marie Lazlò 100 000 € in bar abgehoben? Konnte ein Zufalls-Täter davon wissen? In Folge ihrer Berufstätigkeit hatte die Historikerin Lazlò aus dem NS-Dokumentationszentrum manchen Shitstorm auf sich gezogen. In bestimmten Kreisen war sie keineswegs eine Unbekannte. Wer schrieb ihr die aktuellen Drohmails mit Anschrift, Telefonnummer und Bankverbindung? Woher hatten diese Leute soviele persönliche Informationen? Das Kellerfenster ihres Hauses ist eingeschlagen. Was ist mit Frau Lazlòs Nachbar, der sich zunehmend seltsamer verhält und augenscheinlich die Unwahrheit sagt? Und wer ist die dunkle Gestalt, die schon nach kurzer Zeit Eva Balsereit überallhin folgt? Immer mehr Indizien, seltsame Zufälle, aber vor allem ein unfassbar bedrohliches Gefühl sagt ihr, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Sogar in ihrer Wohnung scheint jemand gewesen zu sein, ohne sie aufzubrechen... Wie ist das möglich? Bildet sie sich am Ende alles nur ein? Schließlich stellt sie fest, dass ihr Kollege keineswegs blau macht, und schon gar nicht mit der jungen Kollegin Annika, sondern verschwunden ist. Nicht nur Eva Balsereit bekommt es jetzt mit der Angst zu tun.
 Dieses Krimihörspiel ist im Netz abrufbar und wird zweimal auf der Bühne des Klüngelpütz-Theaters live gespielt, am 19. und 20. Februar 2021
 Musik Harald Rutar, Radek Stawarz und Pauk G.Ulrich Text Marina Barth 

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